Die Selbstverteidigungstechniken des Judo haben ihre Wurzeln im Jiu-Jitsu und werden meist in Kata gelehrt.
Bedeutung der Hebeltechnik in der Judoselbstverteidigung
1.) Der Gegner kann durch den entstehenden Schmerz in eine Position gebracht werden, in der er nicht mehr
gefährlich ist ( zb. in der Rückenlage- oder Bauchlage,auf die Knie, in einem Abführgriff )
2.) Der Angreifer kann gezwungen werden, eine vom Verteidiger bestimmte Stellung beizuhalten, wobei die Angst
vor dem zunehmenden Schmerz bei der geringsten Bewegung ausgenutzt wird.
3.) Der Gegner kann völlig kampfunfähig gemacht werden, indem das gehebelte Gelenk verletzt und damit unbrauchbar wird.
1.) Armbefreiungen |
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Gegner erfasst Handgelenk |
zum Daumen der fassenden Hand hin "rausreissen" |
Gegner fasst beide Handgelenke |
Hände ruckartig nach unten und dann nach oben zu den Daumen hin rausdrehen |
Griff am Oberarm |
Oberarm erfassen, am Ellenbogengelenk hebeln |
Gegner fasst mit beiden Händen
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Hände ruckartig nach unten und dann nach oben zu den Daumen hin rausdrehen |
2.) Würgeabwehr |
Hier sollte die erste Reaktion sein, das Kinn auf die Brust zu drücken um den Angriff an
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Würgeangriff von hinten |
Kinn auf die Brust,Arme des Angreifers an den Ellenbogengelenk über die eigene
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Würgeangriff von der Seite |
Kinn auf die Brust, mit Hüftwurf kontern |
Würgeangriff von vorn |
Würgeangriff von vorn |
3.) Umklammerungen |
Die erste Reaktion sollte darin bestehen, die Schulter zusammenzuziehen und die Arme
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Umklammerung von hinten ohne
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Angriff auf den Kopf vortäuschen, die Füße wegziehen, Beinhebel |
Umklammerug von der Seite mit
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Befreiung, Hüftwurf |
Umklammerung von der Seite
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Handwurf: Sukui Nage |
Umklammerung von hinten mit
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Befreiung, Arme fassen und Angreifer über Kopf ziehen |
4.) Anrempeleien und
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Ohrfeige |
Arm blocken, Schwung übernehmen, Hiza-Guruma, Hebel |
Griff an den Kragen |
kurzer Hebel am Daumen, restlichen Körper mit freien Arm blockieren |
Schupsen von vorn |
nach hinten ausweichen, Hände fassen, nach unten ziehen oder auf Brust legen und
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Griff in die Haare |
Hände des Angreifers auf den Kopf pressen, um die eigene Achse drehen, hebeln |
5.)Stockangriffe |
Beim Block ist zu beachten, dass dieser erfolgen sollte, während der stocktragende Arm
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Stockangriff von oben |
Block, O-Goshi ( Koshi-Waza= Hüftwurf ) |
Stockangriff von der Seite |
Block, Hüftwurf |
Stockangriff von innen |
Block, Arm am Ellenbogengelenk hebeln von hinten ( Kannuki-Gatame ) |
6.) Messerangriff |
Beim Block ist zu beachten, dass dieser erfolgen sollte, während der messertragende
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Messerangriff von innen |
Block, Arm am Ellenbogengelenk hebeln von hinten ( Kannuki-Gatame ) |
Messerangriff von oben |
Block, kurzer Armhebel/ Armsclüssel, O-Soto-Gari |
Messerangriff von unten |
Hand fassen, nach hinten ( vom Angreifer aus ) weiterziehen, O-Soto-Gari |
Rechtsinformationen zu Notwehr
Juristisch gesehen ist die Notwehr zunächst eine Körperverletzung nach § 223 StGB. Und diese ist solange strafbar, bis ein Rechtfertigungsgrund nachgewiesen wird. Dieser Gedankengang ist deshalb so wichtig, damit klar wird, daß nicht die eigene subjektive Meinung über die Notwendigkeit einer Verteidigung entscheidet, sondern das Rechtsempfinden eines (objektiven) Außenstehenden. Führt die Verteidigungsmaßnahme zu einer Körperverletzung des Angreifers, rettet den Verteidiger nur die Anerkennung seiner Handlung als "Notwehr" vor einer Strafe.
§ 32 Notwehr (StGB)
1. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
2. Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
§ 33 Überschreitung der Notwehr
Überschreitet der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.
Häufig gestellte Fragen:
Was ist alles notwehrfähig? Notwehrfähig ist jedes Rechtsgut! D.h. Leben, Eigentum, Gesundheit, Freiheit, Ehre, Besitz