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Wettkampf

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Wettkampffläche

Gekämpft wird auf mittelharten Matten (Tatami), welche einen stabilen und sicheren Stand ermöglichen und dennoch das Fallen entsprechend abmildern. Die Wettkampffläche sollte eine Größe von 14x14 m haben, jedoch 16x16 m nicht überschreiten. Der Kampf findet auf der Kampffläche statt. Die Sicherheitsfläche bildet den äußeren Abschluss und soll Verletzungen vermeiden, falls die Kontrahenten unbeabsichtigt außerhalb des Randbereiches geraten sollten. Beide Flächen sollen eine unterschiedliche Färbung aufweisen. (Danach gibt es noch 3 Meter Sicherheitszone, wo man noch kämpfen darf.)Dies wurde neu vom DJB (Deutscher Judobund) festgelegt, damit der Kampf nicht immer Unterbrochen werden muss, wegen der Sicherheit.

Verbotene Handlungen

Bei Verstößen gegen die Wettkampfregeln erhält der entsprechende Kämpfer eine Verwarnung oder wird disqualifiziert. Ein Bestrafung bedeutet immer eine Wertung für den jeweils anderen Kämpfer. Für den ersten Verstoß, der mit einem Hinweis (Shido) bestraft wird, erhält der Kontrahent einen Koka. Für jeden weiteren Verstoß wird dem Kontrahenten die jeweils nächst höhere Wertung zugesprochen. Die vorletzte Bestrafung und somit die dritthöchste Bestrafung entspricht der Wertung eines Waza-Ari und ist das dritte Shido (Verwarnung). So gibt es maximal drei Verstöße pro Kampf und Kämpfer. Bei mehr als drei Verstößen wird ein Hansokumake ausgesprochen und der Kampf ist beendet. Für besonders schwere Regelverstöße kann dieser auch direkt vergeben werden. Die direkte Disqualifikation von einem Kampf bedeutet gleichzeitig die Disqualifikation vom gesamten Turnier. Früher gab es nicht 3 verschiedene Shido, sondern Shido - Chui - Kei-Koku - Hansokumake.

Kleine Regelverstöße

Der Judoverband ist darum bemüht, den Judowettkampf, vor allem für das Fernsehen und damit auch dem Zuschauer im Allgemeinen, interessanter zu gestalten. Im oberen Leistungsbereich sind die Unterschiede in Sachen Kraft, Schnelligkeit und Technik meist sehr gering, so dass sich ohne eine gewisse Aufforderung zum offensiven Kämpfen eine Entscheidung sehr lange hinziehen kann. Aus diesem Grund wurden eine ganze Reihe von Regeln erlassen, die die Kämpfer zu Angriffen drängen und ihnen gleichzeitig eine stetige defensive Haltung verbieten.

Eine erste Möglichkeit wäre zum Beispiel, den Partner auf Distanz zu halten, indem man den eigenen und vor allem den Griff des Gegners vermeidet. So kann man zwar selbst nicht angreifen, aber ebensowenig der Gegner. Meistens wird man jedoch den eigenen Griff so wählen, dass der Gegner kaum eine Möglichkeit hat, seinen Angriff umzusetzen. Werden zum Beispiel beide Ärmelenden festgehalten, so lässt sich damit der Griff des Kontrahenten vermeiden. Dies ist natürlich, wie die meisten Aktionen in dieser Gruppe, zuerst einmal erlaubt, aber nur, wenn man dann auch einen Angriff beginnt. Laut Regelwerk hat man hierfür bis zu 5 Sekunden Zeit. Dies hängt aber auch von der Situation und Einschätzung der Kampfrichter ab und kann variieren. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Verstöße, die den oberen stark ähnlich sind. Zu erwähnen wären noch das Verhaken der Finger, eine andere Fassart als die normale zu wählen, und als allumfassende Regel, eine generell defensive Haltung einzunehmen. Auch das Vortäuschen eines Angriffes wird in der Regel bestraft, wie auch das deutliche Vermeiden von Angriffen. So wird bspw. ein Kämpfer bestraft, wenn er mehr als 25 Sekunden lang keinen Angriff versucht hat.

Das Verlassen der Matte wird ebenso geahndet wie das absichtliche Herausdrängen des Gegners. Auch sollte sich keiner der Kontrahenten für längere Zeit auf der Randfläche aufhalten. Die genannten Zeitangaben liegen jedoch im Ermessen der Kampfrichter.

Natürlich gibt es auch im Judo Techniken, die die Kämpfer gefährden können. So ist es verboten, eine Beinschere am Kopf, Hals oder Rumpf mit gestreckten Beinen anzusetzen. Auch das Zurückbiegen der Finger oder das Treten gegen die Hand des Gegners, um dessen Griff zu lösen, ist nicht gestattet. Der Griff in das Ärmelende oder gar in das Ende des Hosenbeins ist ebensowenig erlaubt wie das direkte Greifen in den Innenteil des Judogi. Auch dürfen Teile der Kleidung nicht in den Mund genommen werden. Auch das Würgen des Gegners oder das Umschlingen seiner Extremitäten mit dem Ende des Gürtels oder der Jacke ist nicht gestattet.

Schwere Regelverstöße

Ein schwerer Regelverstoß liegt dann vor, wenn die Gesundheit eines der Kämpfers in höchstem Maße durch eine der folgenden Aktionen gefährdet wird oder es sich um eine grobe Unsportlichkeit handelt. So gibt es eine Reihe von Techniken, deren Anwendung immer wieder für Verletzungen sorgten und demnach verboten wurden. Im Regelwerk werden eine spezielle Form des Kawazu-Gake, der Ude-hishigi-waki-gatame (Hebel vom Stand zum Boden) sowie das Eintauchen in die Matte (Hierbei versucht ein Kämpfer, seine Technik dadurch zu unterstützen, indem er sich gerade, stark nach vorne unten abbeugt und sich z.T. dabei selbst gefährdet.) gesondert genannt. Alle anderen Techniken oder Aktionen lassen sich in die Kategorie "grob unsportlich" bzw. auch als offensichtlich verletzungsgefährdend einstufen und sind meist auch leicht als solche zu erkennen. Das Beschimpfen des Gegners oder eines Kampfrichters gehört hier ebenso dazu.

Wertungen

Ippon (Ganzer Punkt)

Die höchste Wertung für einen Kämpfer wird erteilt, wenn dieser seinen Kontrahenten mit Kontrolle, Kraft, Schnelligkeit zum großen Teil auf den Rücken wirft. Es ist nicht möglich, eine Wertung für eine Wurftechnik zu erhalten, ohne den Kontrahenten dabei deutlich sichtbar zu kontrollieren. Ippon wird auch gegeben, wenn man seinen Gegner mindestens 25 Sekunden lang auf dem Rücken am Boden durch einen Haltegriff festhält. Sollte der Gegner aufgrund einer Hebel- oder Würgetechnik aufgeben oder kampfunfähig sein, so wird ebenfalls ein Ippon erteilt. Ein zweimaliges Waza-ari addiert sich ebenfalls zu einem Ippon.

Waza-ari (Halber Punkt)

Ein Waza-ari wird vergeben, wenn eines der drei Kriterien für einen Ippon nur zum Teil erfüllt wurde. Eine typische und recht häufige Situation für einen Waza-ari ist, wenn der Rücken des Partners nur teilweise die Matte berührt. Im Bodenkampf wird ein Waza-ari vergeben, wenn ein Haltegriff zumindest 20 Sekunden bestanden hat.

Yuko (Großer technischer Vorteil)

Die Vergabe eines Yuko ist dann angebracht, wenn zwei der Kriterien für einen Ippon nicht, oder nur zum Teil erfüllt wurden. Eine typische Situation wäre ein Wurf auf die Seite, ohne dass ein Teil des Rücken die Matte berührt. Die minimale Haltegriffzeit für einen Yuko beträgt 15 Sekunden.

Koka (Kleiner technischer Vorteil)

Der Koka ist die kleinste Wertung die angezeigt werden kann. Er wird erteilt, wenn mit Kontrolle, Kraft und Schnelligkeit geworfen wird, der Partner aber nur auf einer Schulter, einem Oberschenkel oder seinem Gesäß landet. Schafft es der Gegner nicht, sich aus einem Haltegriff nach 10 Sekunden zu befreien, so wird ebenfalls ein Koka erteilt.



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